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Legende

Die Eden Serie bleibt sich treu:
Die einzige Konstante ist die Veränderung   

Mit dem Eden 6 bringen wir die revolutionäre „Leading-Edge-Technologie“ erstmals in die B-Klasse. Die komplett neu konstruierte Nase des Eden 6 bringt durch ihre Form und Steifheit ein enormes XC Potential. Wir haben damit unser Know-How aus dem sehr erfolgreichen Elan auf die Eden Serie übertragen. Das Ergebnis ist ein leichter Schirm mit einer außerordentlichen Gleitleistung speziell im beschleunigten Flug, gepaart mit einer sehr hohen passiven Sicherheit.

Bei der Konstruktion haben wir großen Wert auf eine ausbalancierte Kappe und ein sportliches Thermik Handling gelegt. Die einfachen Start- und Lande-Eigenschaften seiner Vorgänger haben wir beim Eden 6 beibehalten. Wer den perfekten XC-Schirm sucht, findet ihn mit nie da gewesener Leistung, tollem Handling und hoher Sicherheit im Eden 6.

Leichtbauweise in allen Details   

Das Design des Eden 6 wurde in jeder Hinsicht optimiert. Das neue Profil kombiniert mit einer leichten, verstärkten Eintrittskante, in der 1,6 mm starke Nylon-Stäbchen vernäht sind, definieren eine extrem saubere und leistungsfähige Kappe. Zusätzlich wurden sehr dünne Galerie- und Stammleinen verarbeitet, um den Luftwiderstand signifikant zu verringern. Durch eine neue 3D-Technologie im Zuschnitt, konnten wir noch einmal die Aerodynamik verbessern. Mini Ribs an der Hinterkante, eine ausgeprägte Wölbung und neue Stabilisatoren sind weitere Zutaten mit denen wir den Performancezuwachs des Eden 6 erreicht haben. Ergebnis ist eine sehr steife und sichere Kappe.

Beste Materialien für eine lange Lebensdauer   

Der Eden 6 wird aus bewährten Skytex Tüchern gefertigt. Wir verwenden Skytex 40 mit Hard-Finish für die Haupt- und Diagonalrippen. Skytex 38 Classic wird für die externen Rippen sowie die Ober- und Unterseite verwendet. Die Galerie besteht aus unummantelten Edelrid Aramid/Kevlar Leinen, die Stammleinen sind ummantelte Liros PPSL Dynema Leinen. Die Tragegurte bestehen aus Kevlar/Polyester.

Sind Sie ein Eden 6 Pilot?   

Der Eden 6 ist ein High-End EN B Schirm der für ambitionierte XC-Piloten konstruiert wurde. Um den Eden 6 genießen zu können, sollten Sie einige Flugerfahrung auf niedriger klassifizierten Schirmen haben. Der Eden 6 sollte nicht von Anfängern und Gelegenheitspiloten geflogen werden. Hier ist unser Muse 4 die bessere Wahl.

Mein Eden 6…   

Probefliegen, Farbe auswählen und die Größe bestimmen. Bei der Auswahl hilft Ihnen Ihr lokaler Händler vor Ort.  

Größen: Der Eden 6 ist in den Größen 22, 24, 26, 28, 30 und 33 qm erhältlich.
Seriendesigns: Die Hauptfarben sind Lime, Orange und Blau.
Spezialdesign: Gegen einen Aufpreis können wir faste alle Wunschfarben verarbeiten.    

Design

Eden6 design
Spezial Design?  Hier wählen: Spezial design configurator (online)

Spezifikation

Obersegel Eintrittskante: Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Obersegel Hinterkante: Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Untersegel: Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Hauptrippen: Skytex 40 Hard     - E29A, 40 g/m2
Querverstrebungen: Skytex 40 Hard     - E29A, 40 g/m2
Zwischenrippen: Skytex 38 Classic - E25A, 38 g/m2
Gallerieleinen: Edelrid Aramid/Kevlar  8000U -70 kg; -90 kg; -130 kg
Stammleinen: PPSL 160; 191; 200

 

 

  Eden 6
22
Eden 6
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Eden 6
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Eden 6
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Eden 6
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Zoom [%] 88 92.5 96 100 104 109
Fläche ausgelegt [m2] 21.54 23.79 25.63 27.81 30.08 33.04
Fläche projiziert [m2] 18.45 20.38 21.95 23.82 25.76 28.3
Spannweite ausgelegt [m] 11.28 11.86 12.31 12.82 13.33 13.97
Streckung ausgelegt 5.91 5.91 5.91 5.91 5.91 5.91
Flügeltiefe [m] 2.46 2.58 2.68 2.79 2.9 3.04
Anzahl Zellen 56 56 56 56 56 56
Schirmgewicht [kg] 4.65 4.95 5.2 5.5 5.85 6.2
Startgewicht [kg]* 55-75 70-90 78-100 90-112 105-130 115-145
Min. Geschwindigkeit [km/h] 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25 23-25
Trimmgeschwindigkeit [km/h] 37-39 37-39 37-39 37-39 37-39 37-39
Max. Geschwindigkeit (beschleunigt)[km/h] 50-52 50-52 50-52 50-52 50-52 50-52
Gleitzahl max. +10 +10 +10 +10 +10 +10
Min. Sinken [m/s] 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05 1.05
Zertifizierung LTF/EN-B LTF/EN-B LTF/EN-B LTF/EN-B LTF/EN-B LTF/EN-B

* Startgewicht = Nacktgewicht + ca. 20 kg

Presse

 EDEN 6
  TESTED by THERMIK MAGAZINE

Testpilot: Franz Altmann

Bereits im Winter 2013 hatten wir in Teneriffa Prototypen des Eden 6 erspäht. Es sollte aber noch ein gutes Jahr dauern, bis Mac Para mit ihrem neuen XC-lntermediate auf den Markt kam.

In der High B-Klasse ein Top-Gerät anzubieten, ist für jeden Hersteller das höchste aller Ziele. Hier warten nicht nur die größte Zielgruppenbreite und damit Absatz, sondern auch Prestige: Wer es schafft, in diesem Segment zu punkten, der wird sich auch in den anderen Schirmklassen gut behaupten. Neben der Leistung als oberste Prämisse sind jedoch auch die Sicherheit bzw. der Pilotenanspruch enorm wichtig. Insofern bleibt es wieder einmal beim Hersteller, den Markt korrekt zu interpretieren und die richtige Balance zu finden.
Mac Para hat sich immer schon durch eine klare Linie ausgezeichnet, was Qualität und Sicherheit betrifft. Insofern wundert es wenig, dass auch der Kundenstamm dauerhaft zu dem tschechischen Hersteller hält. Das letzte Produkt, der Sportklasseschirm Elan, war nicht nur im deutschsprachigen Raum ein voller Erfolg. Als dann der Eden 6 endlich fertig war, waren wir daher sehr gespannt. Würde der Eden ein kleiner Bruder des Elan sein?

Konstruktion, Materialien, Design

Als ich den Designer Peter Recek auf die Entwicklungsdauer anspreche, winkt er ab. Für den Eden 6 habe er sich so viel Zeit genommen, wie notwendig gewesen ist. Zwei Dinge seien dabei im Pflichtenheft ganz oben gestanden: Leistung, besonders im beschleunigten Flug und gegen den Wind, sowie Stabilität. Handling verstehe sich von selbst...
Es sei ein langer Weg gewesen, letztlich habe es neun Prototypen bis zur Serienreife gebraucht. Den erfolgreichen Elan auf den Eden herunterzukürzen, habe zwar gut funktioniert, doch sei man dabei mit der Gleitleistung im beschleunigten Flug nicht ganz zufrieden gewesen. Aus diesem Grund habe Recek auf ein anderes, schnelleres Profil wechseln müssen, das ein Uberdenken des Gesamtkonzeptes zur Folge hatte. Kein Wunder, dass der Eden 6 weder mit dem Elan noch mit seinem Vorgänger viel gemein hat: relativ hohe Streckung von 5,91, 56 Zellen, dünne Leinen, dünneres Tuch (Skytex 38) und geringes Gesamtgewicht (5,2 kg in Größe 26). Darüber hinaus besitzt der Eden 6 nunmehr 3D-Shaping und neben der Shark Nose und den Miniribs auch zwei weitere augenscheinliche Auffälligkeiten: einerseits C-Wires im Achterliek, andererseits Rigidfoils - als Stäbchen zwischen den Rippen an der Eintrittskante. Der Eden besitzt bis in den Außenflügel Stäbchen auf den Rippen, so wirkt er ordentlich „verkabelt“. Auch sonst sieht man dem Konstrukt den Mac-typischen Fokus auf eine gewissenhafte Kraftverteilung und beständige Formstabilität an: Die vielen Querrippen spannen die Kappe verlässlich und verständlich ab, sie sind wie die Profilrippen mittels Crossports gewichtsoptimiert. Die schmalen Querzugsbänder über je drei Zellen unterstützen die Homogenität der Kräfteverteilung auf jeder(!) Ebene. Wer die Loops zählt, erkennt den Grund dieser ausgeklügelten Konstruktion: Lediglich 90 Aufhängungen spannen den Eden 6 auf und ermöglichen ein spartanisch-aufgeräumtes Leinensetup. Die drei A-, vier B- und drei C-Stammleinen sind teilweise aus der neuen „Wunderleine“ - der PPSL 191 mit 1,2 mm Durchmesser gefertigt - alles ummantelte Dyneemaleinen von Liros. Generell finden sich am Eden auch kaum Mittelgalerien, die Galerien besitzen keinen Mantel und sind aus Aramid. Trotz der natürlichen Tendenz zum Verhaken beim Übergang von ummantelt zu unummantelt, zeigt der Eden 6 keinerlei Tendenz zu verhängten Leinen. Allgemein macht die Kappe einen ebenso robusten wie technologisch fortschrittlichen Eindruck, was zusammen mit dem aufgeräumten Leinensetup nicht nur große Erwartungen bezüglich der Lebensdauer und Formstabilität, sondern auch der Leistung keimen lässt...

Start

Ein bisschen mittenbetont darf man den Eden schon auslegen, wiewohl sich die Kappe sehr schnell selbst reguliert, sobald sie Luft fasst. Selbst „schlampig hingeworfen“ steigt der Eden 6 langsam, aber willig hoch und kann maximal die Ohren etwas drinnen behalten. Trotz der schmalen Eintrittsöffnungen füllt die Kappe auch bei Nullwind sehr rasch und bedarf auch bei Seitenwind keiner besonderen „Führungsarbeit“, da sie extrem richtungsstabil hochkommt. Die Überschießten- denz ist vorhanden, wenn auch weit weg von ausgeprägt: Ein bisschen Bremse und es kann losgehen. Die Bremse ist beim Start ohnehin kein Fehler, da der flotte Schirm erst die nötige Fahrt holen muss, bis er zu tragen beginnt. Das geschieht durch Wind, per pedes oder - für die Lauffaulen - mit einem entsprechenden „Durchsacken“ nach dem Start. Bei Starkwind hebelt der Flügel den Piloten nur selten aus, abermals gilt es, den Schirm ein wenig abzufangen. Insgesamt würde ich das Starverhalten vorwärts wie rückwärts als einfach bezeichnen.

Flugverhalten

Drehverhalten
Der Eden 6 gehört zu jenen Schirmen, die in den meisten Aspekten der Drehcharakteristik (Steuerdruck, benötigter Steuerweg, Reaktion auf Steuerimpulse, Agilität/Wendigkeit) beim Testival vom Testteam als „mittel“ eingestuft wurden. Tatsächlich darf die Begrifflichkeit „mittel“ nicht mit „mittelmäßig“ verwechselt werden. Das Optimum ist hier nämlich kein Extrem, sondern das goldene Mittelmaß, das den langen Weg und die harte Arbeit des Entwicklungsteams nur ansatzweise erahnen lässt.
Der Eden 6 ist kein agiles Drehwunder, aber auch kein „Sperrer”. Er lässt sich bei mittellangen und mittelstarken Steuerwegen relativ exakt steuern und wehrt sich nur dann gegen größere Schräglagen, wenn man ihn zwingen will. Die Reaktionen sind einen Tick verzögert, aber durch die exakte Umsetzung absolut zufriedenstellend.
Der Eden 6 besitzt jene Charakteristik, die reinen Dreileinern oft anheim ist: Er wird unwillig, wenn man versucht, ihn zur Kurve zu zwingen. Es ist schon eine äußerst interessante Ambivalenz: Der Eden 6 ist gleichzeitig sehr einfach zu fliegen und zu beherrschen, er fordert jedoch unbedingt die gebieterische Hand, die erkennt, was er will, und die ihn entsprechend führt. So kommt es, dass den einen ihr bevorzugter Kurbelstil verwehrt wird, die anderen mit der Wellenlänge des Eden 6 wunderbar harmonieren. Persönlich bereitete mir anfangs vor allem das Nachdrücken in stärkeren Kernen Probleme. Ich bin es gewohnt, außen stets ein bisschen mitzubremsen. Wer beim Eden 6 außen nicht von der Bremse geht, braucht innen nicht nachzudrücken, denn dagegen wehrt sich der Flügel mit Vehemenz. Deutlich bessere Ergebnisse erhält der Pilot, wenn er den Flügel innen konstant auf Zug hält (nicht zu viel) und die Schräglage mit der Außenbremse variiert. Um es bildlich zu machen: Der Eden bleibt exakt und wendig, solange man ihm das glatte Segel nicht „knittrig zieht“. Die Außenbremse wird zwar in schwachen Bedingungen zum „Aufschwimmen“ bzw. „Floaten“ benötigt, aber wie auch die Innenbremse nur in Maßen! Wer sie ganz weglassen will, darf das, in Sachen Stabilität ist der Eden 6 ohnehin über alle Zweifel erhaben.

Thermikflug
Der Eden 6 stand im THERMIK-Testteam anfangs ein bisschen unter Verdacht, nicht besonders gut zu steigen. Auch ich hatte einige Bedenken, die sich aber letztlich - wie schon beim Elan - komplett zerstreuen sollten. Es dauerte eine Weile, um her- auszufinden, wie man den Eden 6 anpacken muss, auch zumal mein persönlicher Kurbelstil ein wenig anders gepolt ist.

Drei Dinge sind beim Kurbeln in schwachem Aufwind zu beachten:
1. Flächenbelastung: Mit dem Leichtgurtzeug bin ich nun auf 94 kg Startgewicht, was eine Flächenbelastung von 3,67 kg/m2 bedeutet. Mehr würde ich nicht empfehlen bzw. nur an wirklich guten Tagen.
2. Bremsweg: Wie bereits erwähnt: innen mit Gefühl auf Zug, außen die Schräglage einstellen/teils gänzlich freigeben, um die Kurve zu verjüngen. Nur so behält der Eden seine Exaktheit und Steigeffizienz.
3. Nicht zwingen: Wer brutal in die Eisen greift, wird nicht nur ermüden, sondern auch ineffizient fliegen. Wird der Flügel zu stark oder zu hecktisch angebremst, so verliert er spürbar an Zug und sackt durch — das kostet Leistung und Höhe.

Wer rasch ein Gespür dafür bekommen möchte, wie der Eden 6 getaktet ist, kann die verschiedenen Drehtechniken beim Soaren ausprobieren. Der Eden 6 zeigt ganz deutlich, in welchem Bereich er effizient fliegt, steigt und dreht. Ich habe mir letztlich in der zarten Winterthermik am Bischling bewiesen, dass man mit dem Eden 6 ganz oben bei den Zweileinern mitfloaten kann, wenn man verstanden hat, wie.
In starker Thermik ist der Eden 6 ohnehin König. Man fühlt sogleich, dass man unter einem fertigen Produkt hängt. Die ebenso steife wie stabile Kappe setzt ihre PS auch in knackigen Bedingungen bedingungslos um, wiewohl sich der Pilot hier durch ein paar Kniffe abermals einen Vorteil verschaffen kann: Allem voran das schlagartige Lösen der Bremsen bei Einflug in starkes Steigen - ansonsten kippt die Kappe doch nach hinten. Wie auch in schwachem Steigen tut der Pilot zudem gut daran, noch ein bisschen Restenergie für Feinjustierungen bereitzuhalten. Abermals gilt: Wer stark an den Bremsen hängt, verliert. Vor allem Handling.
Generell ist der Eden 6 beim Kurbeln ein sehr feiner Artgenosse, der sich nach einem Tick Verzögerung gut in jede Schräglage und jeden Radius bringen lässt. Das macht es möglich, alle Arten von Aufwinden perfekt zu nutzen. Dabei sei erwähnt, dass er dem Piloten das Kommando überlässt. Das ist per se eher positiv, vor allem in der High B-Klasse, wo man davon ausgehen darf, dass die Piloten bereits wissen, was zu tun ist. Gleichermaßen fliegt sich der Eden 6 nicht so „selbstverständlich“ wie andere Flügel. Es ist insbesondere das Feinjustieren der Schräglage, das kontinuierlicher Kontrolle bedarf und sitzen sollte. Auch das ist ein Grund, weswegen man den Eden 6 kennenlernen muss. Wer den Dreh raushat, fliegt in allen Bedingungen effizient. In Teneriffa war der Eden 6 damit der ideale (Be-)gleiter - beim Ausdrehen von uneinheitlicher Thermik über flachem Terrain einerseits, beim bodennahen Vollgasfliegen über thermisches Vulkangestein gegen den Wind andererseits.

Feedback, Eigenleben
Die ebenso gespannte wie harte Kappe arbeitet so gut wie gar nicht. Ein bisschen ist es, als würde man einen Starrflügler fliegen, obgleich die Bremsen dann doch - zumindest auf den ersten Zentimetern
-etwas Druck aus der Kappe nehmen. Der Eden 6 fliegt sich fast ein bisschen so, wie er aussieht: gespannt, glatt und sauber. Insofern wundert es nicht, dass kaum Feedback beim Piloten ankommt. Auch aus diesem Grund braucht es ein paar Flugstunden, um die Heber der Tragegurte und die geringfügigen Druckveränderungen der Bremsen lesen, deuten und verwerten zu können. Dann aber ist es auch in schwachen, uneinheitlichen Aufwinden tatsächlich möglich, rasch in die zarten
Kerne zu finden. Umgekehrt ist es in starker und/ oder bockiger Luft sehr angenehm, sich nicht groß um den Schirm kümmern zu müssen, da dieser ohnehin bockstabil in der Luft liegt.

Spurtreue
Eine der großen Stärken des Eden 6! Beschleunigt wie unbeschleunigt liegt der Eden 6 satt und ruhig in der Luft, zieht spurtreu auf Kurs und lässt sich auch durch Turbulenzen oder Thermiken kaum zu seitlicher Drift verleiten. Das hilft vor allem bei richtig starken Bedingungen und/oder in schwierigen Situationen, wie im Lee: Während sich andere Flügel zu allerlei „Gezicke und Geschiebe“ hinreißen lassen, „marschiert“ der Eden 6. Dabei ist es, wie schon erwähnt, unbedingt notwendig, den Flügel nicht zu sehr zu knebeln - was er ohnehin deutlich signalisiert.

Geschwindigkeit, Beschleuniger, C-Steering
Wie erwähnt wurde der Eden 6 mit dem Hauptaugenmerk auf das beschleunigte Fliegen in „echten Bedingungen“ konstruiert. Der Schirm sollte nicht nur die Konkurrenz überflügeln, sondern auch restlos stabil bleiben. „Geschwindigkeit und Leistung sind bedeutungslose Zahlen, wenn man sie in der Praxis nicht fliegen kann“, erläutert Recek. Dabei ginge es ihm auch um die Penetration gegen den Wind bzw. das „Durchstechen von Turbulenzen“. In realen Bedingungen sei der Eden 6 in seiner Klasse der Beste.
Obwohl absolute Zahlen für Recek nur eine Nebenrolle im Gesamtsystem spielen, staunten wir bei der Messung nicht schlecht: Bereits der Trimmspeed ist mit 39 km/h außergewöhnlich hoch, der Endspeed mit 53 km/h jenseits aller Erwartungen! Es muss betont werden, dass der Eden 6 aufgrund seiner Stabilität, Laufruhe und Spurtreue tatsächlich in thermisch durchwühlter Luft gut beschleunigt geflogen werden kann, insofern ist die hohe Geschwindigkeit auch sehr zugänglich. Das ist nicht nur beim XC-Fliegen von Vorteil, auch in Fluggebieten, wo die Geschwindigkeit eine essenzielle Rolle spielt - in Starkwindgebieten oder Gebieten mit häufigen Uberentwicklungen, beim Soaren oder im Flachland, wo bei viel Wind noch geflogen wird.
Obgleich der Eden 6 keine Griffe/Halterungen zum C-Steering besitzt, so kann er doch über die C-Ebene auf Kurs gehalten werden. Einzig der Druck ist ein wenig hoch und kann den Liegegurt- Piloten mitunter aus der Liegeposition hebeln, besonders wenn die C-Ebene zum Hinausbremsen von Turbulenzen verwendet wird. Zum Lenken im beschleunigten Flug ist das C-Steering in jeder Hinsicht hinlänglich funktionell und empfehlenswert.

Flugunruhe & Stabilität, Extremflugverhalten
Hier liegt das zentrale Charakteristikum des Eden 6. Obgleich er schnittig aussieht, ist der Eden 6 nicht nur bocksteif, sondern auch lammfromm. Bei meinen Testflügen kam ich einmal an einer Ridge in den Sinkbereich hinter dem Aufwindband und sah mich in starken Turbulenzen und ebensolchem Sinken bei 40 km/h Wind dazu gezwungen, den Beschleuniger bis zum Anschlag durchzutreten, um wieder ins Luv zu gelangen. Dabei beginnen Kräfte am Flügel zu zerren, die man nicht für möglich gehalten hätte. Das einzige Problem mit dem Eden 6 war das Aufstellen als Reaktion auf durchjagende Thermikblasen, das ich mittels C-Steering nicht vollständig auszubügeln vermochte. Probleme mit Einklappern kamen keine auf - nicht einmal Entlaster! Wie schon beim Elan offenbarte sich mir ganz eindrücklich die wahre Qualität des Eden 6 in Bedingungen, wo man eigentlich nicht mehr in der Luft sein sollte. Hut ab! Und obgleich Figuren in toter Luft nur eine Teilwahrheit sind, waren die provozierten Klapper und Stalls beschleunigt wie unbeschleunigt kein Thema und problemlos in der B-Klasse einzuordnen.

Dynamik & Durchzug, Funfaktor
Es ist, wie es ist: Der Eden 6 ist kein Freestyler.
Das bedeutet nicht, dass man sich nicht auch mal ordentlich über die Kappe schwingen lassen könnte. Es braucht einfach ein wenig Taktgefühl und genügend Schwung. Das Profil an sich wirkt eher zahm als bissig, vor allem, da der Eden kaum pitcht.

Abstiegshilfen

Ohrenanlegen
Mittels der Anlegehilfen sind die Ohren rasch drinnen und liegen ruhig an. Erst wenn der Pilot ordentlich nachzieht, geht die Effizienz von moderat zu gut über, die Außenflügel können dann auch ein wenig zu flattern beginnen. Sobald der Pilot die Leinen löst, öffnen die Ohren verzögert, aber selbstständig.
Steilspirale
Die Spirale ist mit dem Eden 6 ganz so, wie sie sein sollte. Der Aufbau der Dynamik und Sinkwerte ist moderat, die Auslei- tunug erfolgt selbstständig, dennoch baut der Flügel die Energie über ein paar Kreise ab. Die erreichbaren Sinkwerte sind mit bis zu 20 m/s gut. Top!
B-Stall
Der B-Stall ist beim Eden 6 schwer zu ziehen. Wer es geschafft hat, wird mit einer sauberen Stallphase und anständigen Sinkwerten belohnt. Bei der Ausleitung schießt der Eden 6 impulsiv vor.

Fazit

Der Eden 6 macht der Eden-Reihe alle Ehre. Trotz der „scharfen“ Eckdaten und der sportlichen Optik ist der Eden 6 seitens des Pilotenanspruchs gemäßigt. Vor allem die ausgesprochen hohe Stabilität und Flugruhe machen den Eden 6 sehr beherrschbar, sodass der Pilot die beachtliche Leistung auch voll ausfliegen kann, die ihm der neue Intermediate bietet. Der Eden 6 ist ein äußerst ausgereiftes Produkt auf dem neuesten technischen Stand. Wer mal gegen den Wind in bockiger Luft vollbeschleunigt aus irgendeinem Tal rausgleiten muss, der weiß, wovon die Rede ist!

PILOTENKOMMENTAR

Der Eden 6 hat mir vom ersten Flug an gut gefallen, obwohl ich mich erst etwas auf den schönen Flügel habe einfliegen müssen. Erst als ich mit zaghafteren Bremsimpulsen und leichterer Beladung geflogen bin, sind wir zu einem Duo verschmolzen. Dann aber richtg - derart sorgenfreies Fliegen (und Beschleunigen) gibt es in der oberen B-Klasse sonst nicht.
Was uns gefiel: Die hohe Stabilität bzw. „Unbeirrbarkeit” in unruhiger Luft, gepaart mit dem guten Speed.
Was anders ist: Im Vergleich zum Vorgänger ist der Eden 6 etwas spritziger und anspruchsvoller geworden.
Was uns fehlt: Etwas Feedback und eine Leichtversion.

KURZBEWERTUNG
STARTEIGENSCHAFTEN Vorwärtsstart
****
„Mittenbetontes” Auslegen von Vorteil, da die Ohren einen Tick schneller kommen können als die Schirmmitte. Davon abgesehen gemächlich, aber verlässlich, Abbremsen am Scheitel vorteilhaft.
Rückwärtsstart
*****
Hohe Spurtreue, überschaubares Schießen, allgemein geringe Anforderungen.
Starkwindhandling
****
Liegt sehr gut in der Hand, besonders um die Hochachse relativ langsame Kappenbewegungen, Korrigierbarkeit ok, kein Aushebeln.
FLUGVERHALTEN Agilität/Wendigkeit
***
Saubere, effiziente Drehcharakteristik mit mittlerer Wendigkeit.
Steuerverhalten
****
Exakte Umsetzung bei mittellangen, mittelstarken Bremseinsätzen. Sollte nicht    zu sehr am Fliegen gehindert werden.
Klappverhalten
*****
Äußerst überschaubare Reaktionen trotz des hohen Endspeeds.
Beschleunigter Flug
*****
Außergewöhnliche Stabilität und guter Durchzug im beschleunigten Flug. Leichtgängiger Bescheuniger.
Dämpfung/Stabilität
*****
Sehr stabile Kappe über alle Anstellwinkelbereiche.
ABSTIEGSHILFEN Ohrenanlegen
*****
Mittels der Anlegehilfen mittlere Einklapptiefe. Bei Nachziehen Big Ears möglich,die letztlich ein wenig flattern können.
B-Stall
****
Hoher Einleitewiderstand, sauberer Stall, starkes Schießen bei Lösen.
Steilspirale
*****
Überschaubar, gut zu dosieren, stets ein Aufrichtemoment spürbar, dennoch sanfte Ausleitung. Top!
Eignung Vom ambitionierten Hausbergflieger bis zum erfahrenen Streckenflieger. Durch die robuste Bauweise und die hohe geschwindigkeit auch für Starkwindeinsätze und/oder für undankbare Startplätze allereste Wahl.
Wertung * mangelhaft ** durchschnittlich  *** gut
**** sehr gut ***** ausgezeichnet

Thermik magazin 6_2015

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MAC PARA EDEN 6
Cross Country 175

Pilot: Marcus King

Is it a walk in the park for Mac Para’s updated high-end EN B? Marcus King takes a bite

I reviewed the Eden’s EN-C big brother, the Elan, in issue 159 and then flew it for a year in the British comps. The glider gave a comfortable ride but with plenty of performance, allowing me to enjoy the ride home on the goal bus on several occasions.

This year saw the introduction of the latest incarnation of the long-running Eden series. The similarity in looks between this and the Elan are obvious, so would it have performance to match? And would this come at the cost of EN-B ease of use?
 

First outings

I first got my sweaty hands on the Eden 6 during the Kössen testival in early summer. Glider in hand I headed up the cablecar to launch. There I found the wind rather fickle, and as I set up I watched a few rather interesting take-off performances (search 'Kössen Takeoffs' on YouTube and you will find a compilation).

I managed to keep myself out of the video thanks to the easy launching characteristics of the Eden. Doing a forward launch it rose easily overhead with very little control needed to stop it overshooting. A few steps and I was off, heading towards the masses thermalling in front. This easy launch behaviour was repeated every time I flew with the Eden 6.

Taking off from Kössen often involves making a quick decision on which side to find your first thermal; the wind is often on the northerly slope but the sun is on the southerly. Do you go for easy- but-gentle or strong-but-leeside? Spotting a glider climbing quickly in the sun, I threw myself into the lee side.

As I hit the sharp edge of the leeside thermal the wing bit in nicely rather than being kicked back as some older wings do - a sign of the modern nose design Mac Para have used. Once inside, a good dose of weightshift and brakes and I had the wing cranked up. This was not time to explore the handling - what was important was turning tightly to stay in the core till I had ridden out of the lee.

Being on the wing was like coming back home and the family likeness was immediately noticeable. In the rough climb the precise handling of the wing made it easy to keep in the best parts of the lift.

As the summit of the mountain fell away and the thermal widened and smoothed out I could let the turns widen. The brakes have an instant effect and are nicely progressive. The first part of the travel will give a good flat and efficient turn that has obviously been carefully trimmed. It has a similar feel to the Rook 2 in this respect, but I found it a little easier to crank over when the need arose. Like the Rook 2 it has less roll than a Mentor 4 or a Base.

Heading off on glide and feeling right at home on the wing straight away I was able to push into the bigger mountains to the southwest, a range I had always wanted to get up close to in previous years. The wing’s immediate feel of security is a boon as you head into big country. It doesn’t stress you out, instead leaving you relaxed and able to get on with the job in hand.

Heading back I made full use of the bar, which has light enough pressure to use all day. The wing seems secure on the bar, cutting through any turbulence rather than being blocked by it and floating in the lift. There is an absence of any C-handles on the Eden; there is little need for them but you can control the wing by direct pulls on the risers.

The design

Although the Eden and Elan look similar in the air, up close you can see obvious differences in the technology used. The flat aspect ratio has seen an increase over the Eden 5 from 5.6 to 5.91, sitting below that of the Elan that sits above the 6.0 mark. This puts it higher than the Ozone Rush 4 and Nova Mentor 4 but less than the UP Summit XC3 and GIN Carrera Plus. The Carrera Plus and Summit XC3 both have an A/R of more than 6.0 and are arguably aimed at higher-level pilots.

A lot of attention has clearly been lavished on the leading edge, and the construction is a lot more complicated than the previous Eden or the Elan. As you would expect these days there is a sharknose.

On the top surface you will find three seams that are used to create the 3D shaping, an increase from the previous model. This is done to avoid creases in this vital part of the aerofoil. The Eden 6 also borrows technology from the old Magus comp wings and the new EN-D Icon in the shape of the GIN-patented Rigifoils in the centre of the top surface of each cell.

Explaining this, designer Petr Recek said:
“Clean leading and trailing edges are always the key for aerodynamic performance. The Rigifoil gives the Eden 6 a solid leading edge and although it is costly it offers a better glide in accelerated flight. As soon as you go on bar you can feel the difference.” At the back the wing has mini-ribs.

All this technology hasn’t meant a heavier wing. In fact it’s a few grams lighter than its predecessor. The weight ranges have also seen an increase in the top weights.

The line-set has been further optimised and the Eden 6 is a true three-liner, unlike the Eden 5 that had D attachment points coming off the C-risers. This reduction of line and corresponding drag hasn’t come at the cost of wrinkles in the area of the Cs, which Mac Para have managed to keep very clean.

The upper cascade on the new Eden is unsheathed, but as these lines normally lie on the wing on take- off this shouldn’t cause any problems. Paraglider design is all about compromises Petr said: “Even with a lower aspect ratio and safer aerofoils the use of the rigifoils and thinner main lines gives us a better glide when accelerated, over the Elan.”

The risers are thin race-style and use good quality components including Harken pulleys on the speed system. The different risers and sheathed lower lines are coloured, making it easy to see what is what. Some might like the brake handles to be a bit bigger and better padded but I found they fit well in my hands.

Flying Circuits

Back home in the southern Alps I was able to take the Eden out for some circuits. Flying the size 26 right at the top of its weight range (78kg- 100kg) meant I had more authority in the strong climbs. When climbing out from launch though I found myself at no disadvantage in the climbs, emphasising the great climb ability of the wing.

In thermals the Eden 6 gives a good level of information about the position of the core, through the risers, without it being a jittery ride. In fact, everything feels very smooth and calm and you are ushered towards the best lift by a push at your hips. That combined with the precise handling meant I very quickly was able to thermal without particularly concentrating on it, freeing my mind to look at the route possibilities ahead and assessing the general conditions.

The wing is trimmed towards cross country, but that’s not to say you can’t have fun on it. Adding more brake and weightshift brings out its sporty and dynamic side. While the Eden 5 had a good climb, especially in the weaker stuff, it feels like this wing bites into the stronger stuff better and rides the bubbles rather than being knocked back by them.

That feeling is echoed when you go on bar. All that leading-edge technology particularly shines when pushing along lifty lines on halfbar or more. Heading up past St Andre I used areas of convergence to cross from one valley system to another. The Eden felt secure on the bar and floated through the lift rather than being pushed about. Pitching is also well managed and very rarely did I feel the need to use the Cs to control it, despite choppy conditions on some of the transitions. It all adds up to very useable performance.

Facts and figures

Taking the wing out for an early morning speed test in still air gave a trim speed of 36km/h on the Flymaster TAS with a top speed of 50km/h. An increase in speed that is consistent with other wings in the same category.

The Eden 6 seems to have a good degree of resistance to collapses. Flying a 100km circuit on my second flight on the wing on a day when most of the other pilots complained about choppy conditions I didn’t get any collapses. I was flying heavily loaded but still, I was impressed with the secure feeling the wing gave in the rough stuff and even more so that it doesn’t come at the expense of feel.

When approaching clouds big ears were effective, especially with bar applied, at escaping the suck. I found they had to be held in but then they opened again in a fairly leisurely fashion; a quick pump will have them out more quickly. The wing stays stable and calm with them on, with no adverse roll.

Spirals build up rotation quite quickly but are easy to control with the progressive brakes. I found I had to keep pressure on to keep it spiralling, as it wants to flatten out on its own. Exiting is best done by bleeding the energy off over a complete 360 or more as the wing converts energy into lift well, so you could find yourself climbing back into your own wake if you come out too quickly.

With its progressive handling I enjoyed playing with the wing in asymmetric spirals as an alternative descent method with reduced consistent Gs.

Conclusion

The Eden 6 continues the tradition of the series with great performance combined with a secure feeling and refined handling. Petr and the design team at Mac Para have used the latest technology to get the best performance out of the wing without compromising ease of use. Its climbing ability is top level but it is the glide that has seen the biggest improvement, especially in real-life scenarios such as pushing into wind where it seems to float through any turbulence like a high- class wing rather than getting knocked back. This performance puts it up there firmly with the best gliders in the category.

It could be argued that it is a little more demanding of the pilot than its predecessor, but it is still a true EN-B wing that fits alongside its counterparts in terms of skills required as well as performance, without stepping into C territory. Interestingly, Mac Para have now released the Illusion, a lower-end B that further cements the Eden in the higher end of the B class.

The secure ride this wing gives will ease the stress when you find yourself flying through big terrain, making it a great ride for adventurous expeditions. A new lighter version, the Passion, was announced at St Hilaire, and with the characteristics of the Eden 6 I expect this will be a great wing for vol-biv adventures.

In summary, this is a carefully-crafted wing that sits with the best of the class in terms of performance and feeling. The handling is a delight and trimmed to get the best out of lift easily, but retaining a dynamic side when needed. It’s a wing that will happily devour the kilometres without demanding too much of the pilot, yet is engaging enough to put a smile on your face. A firm contender if you are looking for this class of wing.

Marcus King flew the 26 and 28 sizes over 15 hours in thermic conditions at an all-up weight of 100kg- 103kg using an Impress 3 harness and Sup’Air Strike.

Marcus King (Cross Country 175)